E-E-A-T

E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trust) sind die Kriterien von Google, nach denen Quality Rater die Glaubwürdigkeit von Inhalten beurteilen.

E-E-A-T steht für Experience (Erfahrung), Expertise (Fachwissen), Authoritativeness (Autorität) und Trust (Vertrauen). Es ist kein direkter Ranking-Faktor, sondern ein Konzept aus den Search Quality Rater Guidelines von Google. Menschliche Prüfer beurteilen damit, ob ein Inhalt glaubwürdig ist und vom passenden Absender stammt. Google übersetzt diese Kriterien in Signale, mit denen die Algorithmen Qualität maschinell abschätzen. Trust ist das wichtigste Element, die anderen drei tragen dazu bei.

Warum es wichtig ist

2022 ergänzte Google das bisherige E-A-T um das zweite "E" für Experience. Seither zählt neben dem Fachwissen auch, ob jemand etwas selbst erlebt oder getestet hat. Besonders streng bewertet Google YMYL-Themen ("Your Money or Your Life") wie Gesundheit, Finanzen oder Recht. Dort entscheiden gute E-E-A-T-Signale oft darüber, ob eine Seite überhaupt rankt. Auch AI Overviews und die generative Suche zitieren bevorzugt vertrauenswürdige Quellen.

Wie es in der Praxis funktioniert

E-E-A-T lässt sich nicht einbauen. Es entsteht aus einheitlichen Signalen auf der ganzen Website:

  • Autorenboxen mit Namen, Foto und Qualifikation statt anonymer Texte
  • Eigene Erfahrung zeigen: eigene Fotos, Fallbeispiele und konkrete Ergebnisse statt allgemeiner Aussagen
  • Bestätigung von aussen durch gute Backlinks, Erwähnungen und Bewertungen
  • Transparenz: Impressum, Kontaktangaben, Datenschutzerklärung und HTTPS
  • Strukturierte Daten wie Schema-Markup vom Typ Organization oder Person, damit Suchmaschinen die Firma oder Person eindeutig zuordnen
  • Aktualität: Inhalte pflegen, Datumsangaben offen zeigen und Quellen verlinken

E-E-A-T ist ein langfristiges Reputationssignal. Einzelne Tricks bringen wenig, es zählt das Gesamtbild aus Inhalt, Autor und Marke.

Die wichtigsten Vertrauenssignale auf deiner Website

Google liest Vertrauen nicht aus einem einzelnen Element, sondern aus vielen Belegen, die zusammenpassen. Für eine KMU-Website zählen vor allem diese acht Vertrauenssignale:

Signal Was Besucher und Google sehen wollen
Über-uns-Seite Gründungsjahr, Personen, Standort und in einem Satz, was die Firma macht. Keine Floskeln wie "dynamisches Team mit Leidenschaft".
Autorenangaben Name, Foto, Funktion und Erfahrung bei jedem Fachartikel, verlinkt auf ein Profil wie LinkedIn
Impressum vollständige Firmenbezeichnung, Strasse statt Postfach, UID, Telefon und E-Mail (Impressum und Rechtstexte)
Datenschutzerklärung passt zu den Diensten, die wirklich eingesetzt werden, und zum revidierten Datenschutzgesetz (in Kraft seit 1. September 2023)
Kundenstimmen mit vollem Namen und Firma, besser noch echte Google-Bewertungen
Aktualität ein sichtbares Datum der letzten Überarbeitung, das auch stimmt
Quellen Links auf seriöse Stellen wie admin.ch, das Bundesamt für Statistik oder Branchenverbände
Bestätigung von aussen Backlinks und Erwähnungen von regionalen, themennahen Seiten wie Gewerbeverein oder Fachverband

Ein Text ohne erkennbaren Absender und ohne Quellen wirkt heute schwächer als ein kürzerer Text, hinter dem eine namentlich genannte Fachperson steht.

E-E-A-T Schritt für Schritt aufbauen

Die Reihenfolge spart Arbeit: zuerst die Grundlagen, die jeder Besucher prüft, danach die Signale, die Zeit brauchen.

  1. Basis (Woche 1 bis 2): Impressum, Datenschutzerklärung und Kontaktseite vollständig machen. Echte Fotos von Team und Standort statt Bilddatenbank, eine Telefonnummer, unter der jemand abnimmt.
  2. Team und Über-uns (Woche 3 bis 4): Für jede Person, die nach aussen auftritt, ein kurzes Profil mit Foto, Aufgabe und Werdegang. Arbeitest du allein, dann dein eigenes Profil mit Ausbildung, Erfahrung und Projekten.
  3. Autoren (Monat 2): Jeder Fachartikel bekommt einen namentlichen Autor. Alte Texte ohne Absender überarbeitest du oder nimmst sie vom Netz.
  4. Bewertungen und Referenzen (Monat 3): Nach jedem abgeschlossenen Auftrag um eine Google-Bewertung bitten. Für Kundennamen und Logos auf der Website eine schriftliche Erlaubnis einholen.
  5. Sichtbarkeit ausserhalb (ab Monat 4): Fachbeiträge auf Branchenseiten, Vorträge, Interviews in der Regionalpresse. Was andere über dich schreiben, wiegt mehr als das, was du selbst über dich schreibst.

Für den Start reicht eine Stunde: die Über-uns-Seite laut lesen (klingt sie nach echten Menschen?), das Impressum prüfen und bei den letzten drei Blogartikeln den Autor ergänzen.

Praxis-Bezug für Schweizer KMU

Für ein lokales KMU liegen die Hebel oft näher als gedacht. Ein vollständiges Google Business Profil, Bewertungen von Kunden, klare Angaben zu Firma und Standort und Fachartikel von namentlich genannten Mitarbeitenden schaffen Vertrauen bei Google und bei Besuchern. Eine Ärztin, die über eine Behandlung schreibt, oder ein Handwerker, der eigene Projektfotos zeigt, liefert genau die Erfahrungssignale, nach denen Google sucht. Webtree hinterlegt in jeder Website strukturierte Daten zu Firma und Standort.

Häufige Fragen

Nein. E-E-A-T ist ein Bewertungskonzept aus den Quality Rater Guidelines und kein einzelner Wert im Algorithmus. Google nutzt aber viele messbare Signale (Backlinks, Reputation, Transparenz), um die dahinterliegende Qualität abzuschätzen.

Das zweite E steht für Experience (Erfahrung). Google hat es 2022 ergänzt. Bewertet wird damit, ob ein Inhalt auf eigener Erfahrung beruht, etwa auf einem selbst getesteten Produkt oder einem selbst umgesetzten Projekt, und nicht nur auf angelesenem Wissen.

Mit Autorenangaben samt Foto und Qualifikation, einem gepflegten Google Business Profil mit Bewertungen, eigenen Projektfotos und Fallbeispielen, vollständigem Impressum und Kontaktangaben, HTTPS und passendem Schema-Markup. Entscheidend ist, dass die Angaben auf der ganzen Website übereinstimmen.

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