Open Graph Protokoll
Das Open Graph Protokoll ist ein Standard aus og:-Meta-Tags, der steuert, wie deine Seite als Vorschau mit Titel, Bild und Text in Social Media erscheint.
Das Open Graph Protokoll (kurz OG) ist ein von Facebook eingeführter Standard, mit dem du steuerst, wie eine Webseite als Vorschau aussieht, wenn jemand ihren Link in sozialen Netzwerken, Messengern oder Chat-Tools teilt. Ohne diese Angaben wählt die Plattform selbst irgendeinen Text und ein beliebiges Bild. Mit speziellen Meta-Tags im <head> deiner Seite legst du Titel, Beschreibung und Bild der Link-Vorschau (Social Card) selbst fest.
Die Tags folgen dem Schema og:eigenschaft. Die vier wichtigsten sind:
<meta property="og:title" content="...">: der Titel der Vorschau<meta property="og:description" content="...">: der Beschreibungstext<meta property="og:image" content="...">: das Vorschaubild (idealerweise 1200 x 630 Pixel)<meta property="og:url" content="...">: die kanonische URL der Seite
Ergänzend gibt es og:type (z. B. website oder article) und og:site_name.
Warum es wichtig ist
Ein Link ohne Open-Graph-Tags wirkt in einem Feed oder Chat schnell unfertig: kein Bild, ein abgeschnittener Titel, eine kryptische URL. Eine saubere Vorschau fällt auf, schafft Vertrauen und wird häufiger angeklickt. Open Graph ist kein direkter Ranking-Faktor bei Google. Die Tags beeinflussen aber Klicks und Reichweite in allen Kanälen ausserhalb der klassischen Suche und damit indirekt auch Besucher und Anfragen.
Plattformen wie LinkedIn, Facebook, WhatsApp oder Slack lesen diese Tags aus. X (ehemals Twitter) nutzt teilweise eigene twitter:-Tags, greift aber auf Open Graph zurück, wenn diese fehlen. Ein gepflegtes OG-Setup deckt also die meisten Kanäle zugleich ab.
In der Praxis
- Bildmasse einhalten: 1200 x 630 Pixel (Seitenverhältnis 1.91:1) verhindern Beschnitt und unscharfe Vorschauen.
- Absolute URLs verwenden: Das Bild bei
og:imagebraucht eine vollständige Adresse (https://...), keinen relativen Pfad. - Eigene Texte pro Seite:
og:titleundog:descriptionsollten zur Seite passen und dürfen sich vom Meta-Title und von der Meta-Description unterscheiden. - Caching beachten: Plattformen speichern die Vorschau zwischen. Nach Änderungen hilft ein Debugger, etwa der Sharing Debugger von Meta oder der LinkedIn Post Inspector, um den Zwischenspeicher zu erneuern.
In Next.js und ähnlichen Frameworks lassen sich OG-Tags zentral für jede Seite erzeugen, ohne dass jeder Link einzeln gepflegt werden muss.
KMU-Bezug
Für ein Schweizer KMU entscheidet die Link-Vorschau oft darüber, ob ein geteilter Beitrag auf LinkedIn oder in einer WhatsApp-Gruppe angeklickt wird. Beim Teilen von Blogartikeln, Angeboten oder Referenzen wirkt eine sauber gestaltete Social Card professionell und passt zum Auftritt der Marke. Ein einmal korrekt eingerichtetes Open-Graph-Setup wirkt bei jedem weiteren geteilten Link.
Häufige Fragen
Die Meta-Description steuert das Snippet in den Google-Suchergebnissen. Open-Graph-Tags steuern die Link-Vorschau in sozialen Netzwerken, Messengern und Chats. Beide können unterschiedliche Texte verwenden, weil sie verschiedene Kontexte bedienen.
Empfohlen sind 1200 x 630 Pixel im Seitenverhältnis 1.91:1. So wird das Bild auf den meisten Plattformen ohne Beschnitt und scharf dargestellt. Das Bild muss zudem über eine absolute URL (https://...) eingebunden sein, nicht über einen relativen Pfad.
Nein, Open-Graph-Tags sind kein direkter Ranking-Faktor bei Google. Sie verbessern aber die Link-Vorschau in Social Media und Messengern. Das führt zu mehr Klicks und bringt indirekt mehr Besucher auf deine Seite.
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