Thin Content
Thin Content sind Seiten mit wenig oder keinem Mehrwert für Nutzer. Google stuft sie ab oder nimmt sie gar nicht erst in den Index auf.
Thin Content (deutsch "dünner Inhalt") bezeichnet Webseiten, die Nutzern wenig oder keinen Mehrwert bieten. Der Begriff stammt aus Googles Qualitätsrichtlinien und meint nicht zwingend "zu wenig Text", sondern fehlende Substanz: Seiten, die eine Suchanfrage nicht zufriedenstellend beantworten. Typische Beispiele sind automatisch generierte Texte, kopierte Inhalte, nahezu identische Seiten, leere Kategorie- oder Tag-Seiten und Affiliate-Seiten ohne eigene Einordnung.
Warum Thin Content wichtig ist
Google will in den Suchergebnissen die hilfreichste Antwort zeigen. Seiten ohne Substanz stehen dem entgegen und werden entsprechend behandelt. Sie ranken schlecht, erhalten den Indexstatus "Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert" oder ziehen im schlimmsten Fall die Qualitätsbewertung ganzer Bereiche einer Website nach unten. Seit dem Helpful Content System, das inzwischen Teil des Kernalgorithmus ist, bewertet Google Qualität zunehmend für die ganze Website. Viele dünne Seiten können deshalb auch deine guten Seiten bremsen. Thin Content verbraucht zudem Crawl-Budget und schwächt deine E-E-A-T.
Wie du Thin Content erkennst und behebst
Entscheidend ist nicht die Wortzahl, sondern ob die Seite die Suchintention vollständig erfüllt. Eine kurze, präzise Antwort kann stark sein. Eine lange Seite voller Floskeln gilt trotzdem als dünn.
- Aufspüren: In der Google Search Console den Bericht "Seiten" prüfen (Status "Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert") und Seiten ohne Impressionen oder mit hoher Absprungrate ermitteln.
- Verbessern: Inhalte mit eigener Fachkenntnis, Beispielen, Daten und konkreten Antworten ergänzen.
- Zusammenfassen: Mehrere dünne Seiten zum selben Thema zu einer starken Pillar Page zusammenführen und per 301-Redirect umleiten.
- Entfernen: Wertlose Seiten löschen oder per noindex aus dem Index nehmen (Content Pruning).
- Vermeiden: Keine automatisch generierten oder rein von KI befüllten Seiten ohne Prüfung durch einen Menschen veröffentlichen.
Thin Content ist eng verwandt mit Duplicate Content. Beide zeigen Google, dass es einer Seite an Eigenständigkeit fehlt.
Praxis-Bezug für Schweizer KMU
KMU-Websites sammeln über die Jahre oft dünne Seiten an: leere Blog-Kategorien, fast identische Standortseiten ("Maler Schaffhausen", "Maler Neuhausen" mit nur ausgetauschtem Ortsnamen) oder Leistungsseiten mit drei Sätzen. Solche Seiten schaden mehr, als sie nützen. Besser sind wenige, inhaltlich starke Seiten, die die Fragen deiner Zielgruppe beantworten, mit konkretem regionalem Bezug statt austauschbarer Platzhalter. Wenige substanzielle Seiten wirken stärker als viele dünne.
Häufige Fragen
Es gibt keine feste Wortgrenze. Eine Seite gilt als Thin Content, wenn sie die Suchintention nicht zufriedenstellend beantwortet, unabhängig von der Länge. Auch lange Texte können dünn sein, wenn sie nur Floskeln enthalten. Kurze Seiten können stark sein, wenn sie die Frage präzise beantworten.
Prüfe in der Google Search Console den Bericht "Seiten" auf Einträge mit dem Status "Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert". Diese Seiten hält Google oft für zu schwach. Weitere Hinweise geben Seiten ohne Impressionen, mit sehr hoher Absprungrate oder mit Inhalten, die sich kaum von anderen Unterseiten unterscheiden.
Das hängt vom Potenzial ab. Behandelt die Seite ein relevantes Thema, ergänzt du sie um Substanz. Gibt es mehrere dünne Seiten zum gleichen Thema, fasst du sie zu einer starken Seite zusammen und leitest per 301-Redirect um. Wertlose Seiten ohne Potenzial entfernst du oder setzt sie auf noindex.
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