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WordPress vs Webflow 2025: ehrlicher Vergleich für KMU

Webtree · 19. Dezember 2024
WordPress vs Webflow 2025: ehrlicher Vergleich für KMU

WordPress vs Webflow: Warum die Frage falsch gestellt ist

"Soll ich WordPress oder Webflow nehmen?" – diese Frage bekommen wir jede Woche. Und jedes Mal ist unsere erste Gegenfrage: "Was soll deine Website für dich tun?"

Denn die Plattform ist ein Werkzeug. Und das beste Werkzeug hängt davon ab, was du damit bauen willst. Ein Chirurg braucht ein Skalpell, kein Schweizer Taschenmesser – auch wenn das Taschenmesser "mehr kann".

In diesem Vergleich schaue ich mir beide Plattformen aus der Perspektive an, die wirklich zählt: Bringt es dir Kunden?


WordPress: Der Platzhirsch mit 43 % Marktanteil

WordPress existiert seit 2003 und betreibt über 43 % aller Websites weltweit. Von kleinen Blogs bis zu Konzern-Websites – WordPress kann grundsätzlich alles.

Was WordPress gut kann

Riesiges Ökosystem: Über 60'000 Plugins für praktisch jede Funktion. E-Commerce mit WooCommerce, Buchungssysteme, Mitgliederbereiche, Mehrsprachigkeit – alles möglich.

Einfache Content-Pflege: Der Block-Editor (Gutenberg) erlaubt es auch Nicht-Technikern, Inhalte zu bearbeiten. Blog-Posts publizieren, Bilder tauschen, Texte anpassen – das geht ohne Entwickler.

Grosse Entwickler-Community: Für jedes Problem gibt es eine Lösung. Tutorials, Foren, Agenturen – du findest immer jemanden, der helfen kann.

Bewährt und etabliert: WordPress ist keine Wette auf die Zukunft. Es ist seit über 20 Jahren da und wird so schnell nicht verschwinden.

Wo WordPress Probleme macht

Sicherheit ist ein Dauerthema: WordPress ist das meistangegriffene CMS der Welt. Nicht weil es unsicher ist, sondern weil es so weit verbreitet ist. Jedes Plugin ist eine potenzielle Sicherheitslücke. 2024 wurden über 7'000 WordPress-Sicherheitslücken dokumentiert.

Performance braucht Arbeit: Eine frische WordPress-Installation ist schnell. Nach 10 Plugins, einem Page Builder und einem Premium-Theme liegt der Lighthouse-Score oft unter 50. Caching-Plugins, CDNs und Bild-Optimierung sind Pflicht – und kosten Extra.

Plugin-Abhängigkeit: Für SEO brauchst du Yoast oder RankMath. Für Formulare WPForms oder Gravity Forms. Für Performance WP Rocket. Für Sicherheit Wordfence. Plötzlich hast du 15 Plugins – und jedes muss aktualisiert, gewartet und auf Kompatibilität geprüft werden.

Versteckte Kosten: WordPress selbst ist kostenlos. Aber Premium-Themes, Plugins, Managed Hosting und regelmässige Wartung summieren sich schnell zu einem signifikanten Jahresbudget.


Webflow: Der visuelle Herausforderer

Webflow ist seit 2013 auf dem Markt und hat sich als Alternative für Designer und Agenturen etabliert. Es kombiniert einen visuellen Editor mit sauberem Code-Output.

Was Webflow gut kann

Visuelles Design ohne Code: Designer können pixelgenaue Layouts erstellen, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Animationen, Interaktionen, responsive Breakpoints – alles visuell steuerbar.

Sauberer Code-Output: Anders als Page Builder wie Elementor generiert Webflow relativ sauberen HTML/CSS-Code. Keine verschachtelten Div-Suppen, keine inline Styles.

Hosting inklusive: Webflow hostet deine Website auf einem schnellen CDN. Keine Server-Konfiguration, keine Sicherheitsupdates, kein Hosting-Provider nötig.

CMS für strukturierte Inhalte: Das Webflow CMS ist elegant für Blog-Posts, Team-Mitglieder, Referenzen und andere strukturierte Collections.

Wo Webflow an Grenzen stösst

Begrenzte Funktionalität: Kein natives E-Commerce auf WordPress-Niveau. Keine echten Mitgliederbereiche. Keine komplexen Formulare. Für alles Erweiterte brauchst du Third-Party-Tools und Integrationen.

Vendor Lock-in: Deine Website lebt auf Webflow-Servern mit Webflow-Code. Wenn du wechseln willst, musst du alles neu bauen. Bei WordPress kannst du den Server wechseln und alles mitnehmen.

Laufende Kosten: Webflow läuft als Monats-Abo, gestaffelt nach Plan-Stufe. Über mehrere Jahre summiert sich das, plus Kosten für externe Integrationen.

SEO hat Grenzen: Basis-SEO funktioniert gut. Aber Schema Markup, programmatische SEO, automatische Sitemaps für grosse Seiten und technische SEO-Feinsteuerung sind eingeschränkt.

Lernkurve für Nicht-Designer: Webflow ist kein Drag-and-Drop-Baukasten wie Wix. Die Lernkurve ist steil – du musst CSS-Konzepte verstehen, auch wenn du keinen Code schreibst.


Der direkte Vergleich

Kriterium WordPress Webflow
Marktanteil 43 % ~1 %
Gesamtkosten (3 Jahre) Hoch (Plugins, Wartung) Mittel (Plan-Abo)
Designfreiheit Hoch (mit Entwickler) Sehr hoch (visuell)
Performance Variabel (30–90) Gut (60–85)
Sicherheit Kritisch ohne Wartung Sehr gut (managed)
SEO Exzellent (mit Plugins) Gut (Basics)
E-Commerce Sehr gut (WooCommerce) Eingeschränkt
Content-Pflege Einfach Mittel
Erweiterbarkeit Unbegrenzt (Plugins) Begrenzt
Vendor Lock-in Keiner Stark
Entwickler-Verfügbarkeit Sehr hoch Mittel

Die dritte Option, über die niemand spricht

Hier ist die Sache: Sowohl WordPress als auch Webflow sind Kompromisse. WordPress ist mächtig, aber langsam und wartungsintensiv. Webflow ist elegant, aber eingeschränkt und herstellerabhängig.

Es gibt eine dritte Option, die in der Schweiz noch wenige KMU auf dem Radar haben: Moderne JavaScript-Frameworks wie Next.js.

Die Vorteile:

  • Performance: Lighthouse-Scores von 95–100, Ladezeiten unter 1 Sekunde
  • Sicherheit: Keine Datenbank, keine Plugins, keine Angriffsfläche
  • SEO: Volle Kontrolle über Meta-Tags, Schema Markup, Sitemaps
  • Keine laufenden CMS-Kosten: Hosting oft kostenlos (Vercel Free Tier)
  • Kein Vendor Lock-in: Standard-Webtechnologien, jederzeit portierbar

Der Nachteil: Du brauchst einen Entwickler, der das Framework beherrscht. Das ist keine DIY-Lösung.

Bei Webtree setzen wir auf genau diesen Ansatz. Unsere Kunden-Websites laden in unter einer Sekunde, ranken besser als WordPress-Seiten und brauchen null Wartung.


Unsere Empfehlung: Es kommt auf dein Ziel an

Wähle WordPress, wenn:

  • Du einen Online-Shop mit hunderten Produkten brauchst
  • Du täglich Content publizierst und ein Team die Inhalte pflegt
  • Du komplexe Funktionen brauchst (Mitglieder, Buchungen, Kurse)
  • Du bereits WordPress-Expertise im Team hast

Wähle Webflow, wenn:

  • Du als Designer deine eigene Website baust
  • Design-Flexibilität wichtiger ist als Funktionalität
  • Du eine mittelgrosse Website ohne E-Commerce brauchst
  • Du keinen Code schreiben willst, aber CSS verstehst

Wähle Next.js, wenn:

  • Performance und SEO deine wichtigsten Erfolgsfaktoren sind
  • Du eine Website willst, die Kunden bringt – nicht nur gut aussieht
  • Du langfristig niedrige Betriebskosten willst
  • Du bereit bist, in eine professionelle Entwicklung zu investieren

Die wichtigste Erkenntnis: Die Plattform entscheidet nicht über deinen Erfolg. Die Strategie dahinter schon. Eine WordPress-Website mit brillanter Conversion-Strategie schlägt eine Next.js-Website ohne Plan – und umgekehrt.


Fazit

WordPress und Webflow sind beides solide Plattformen – für die richtigen Anwendungsfälle. Die Frage ist nicht "Was ist besser?", sondern "Was bringt mir mehr Kunden?"

Wenn du unsicher bist, welche Technologie für dein Projekt die richtige ist, sprich mit uns. Wir beraten technologie-agnostisch und empfehlen dir ehrlich die Lösung, die zu deinen Zielen passt – auch wenn das bedeutet, dass wir sagen: "Nimm WordPress."

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