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DNS (Domain Name System)

Das DNS (Domain Name System) ist das Adressbuch des Internets. Es übersetzt Domainnamen wie webtree.ch in die IP-Adressen der Server.

Das DNS (Domain Name System) ist ein weltweit verteiltes Verzeichnis, das lesbare Domainnamen wie webtree.ch in maschinenlesbare IP-Adressen wie 203.0.113.10 übersetzt. Oft wird es als "Adressbuch des Internets" bezeichnet. Rufst du eine Website auf, fragt dein Browser zuerst das DNS, auf welchem Server die Seite liegt. Erst danach kann er sie laden. Ohne DNS müsstest du dir Zahlenfolgen statt Namen merken.

Warum DNS wichtig ist

Ohne DNS ist keine Website erreichbar. Für dich sind vor allem drei Punkte relevant:

  • Geschwindigkeit: Die DNS-Abfrage steht am Anfang jeder Verbindung. Ein langsamer Nameserver verzögert den Seitenaufbau und verschlechtert die Ladezeit, was sich auf SEO und Conversions auswirkt.
  • Erreichbarkeit: Ist das DNS falsch eingerichtet oder fällt der Nameserver aus, ist deine Seite offline, auch wenn der Webserver einwandfrei läuft.
  • E-Mail und Vertrauen: Spezielle DNS-Einträge (SPF, DKIM, DMARC) entscheiden mit, ob deine E-Mails zugestellt oder als Spam aussortiert werden.

Wie es in der Praxis funktioniert

Im Hintergrund läuft eine Kette von Abfragen über Root-, TLD- und autoritative Nameserver, die meist in Millisekunden erledigt ist. Die Ergebnisse werden zwischengespeichert (Caching), damit dieselbe Abfrage nicht jedes Mal neu durchlaufen werden muss. Gesteuert wird das über DNS-Records in der Zonendatei deiner Domain. Die wichtigsten sind:

  • A- und AAAA-Record: Sie verweisen die Domain auf eine IPv4- oder IPv6-Adresse.
  • CNAME: Er leitet einen Namen (z. B. www) auf einen anderen Domainnamen weiter.
  • MX-Record: Er legt fest, welcher Mailserver für deine E-Mails zuständig ist.
  • TXT-Record: Er speichert Text, etwa für SPF und DKIM oder für die Bestätigung der Domain bei Google.

Wichtig ist die TTL (Time to Live). Sie bestimmt, wie lange ein Record zwischengespeichert wird. Änderst du einen Eintrag, kann es bis zum Ablauf dieser Frist dauern, bis die Änderung überall sichtbar ist, oft einige Minuten bis 48 Stunden. Diesen Vorgang nennt man DNS-Propagation.

Praxis-Bezug für Schweizer KMU

Beim Umzug deiner Website zu einem neuen Hosting ist das DNS der heikelste Schritt. Wer A- und MX-Records falsch setzt oder die TTL nicht rechtzeitig senkt, riskiert eine vorübergehend nicht erreichbare Seite oder fehlende E-Mails. Plane Umstellungen deshalb ausserhalb der Stosszeiten und senke die TTL im Voraus. Für ein KMU lohnt sich zudem ein zuverlässiger DNS-Anbieter mit Servern in Europa, was die Ladezeit für Besucher aus der Schweiz verbessert.

Häufige Fragen

Das DNS übersetzt deinen Domainnamen in eine IP-Adresse und zeigt dem Browser, wo deine Seite liegt. Das Webhosting ist der Server, auf dem die Dateien der Website gespeichert sind und von dem sie ausgeliefert werden. Beide arbeiten zusammen: Das DNS verweist auf den Hosting-Server.

Das hängt von der TTL (Time to Live) des Records ab. Änderungen werden meist innerhalb weniger Minuten bis 48 Stunden überall wirksam. Senkst du die TTL vor einer geplanten Umstellung, geht die sogenannte Propagation deutlich schneller.

Ein A-Record verknüpft deine Domain mit einer IPv4-Adresse. Er ist damit der zentrale Eintrag, der festlegt, auf welchem Server deine Website liegt. Für IPv6-Adressen gibt es den AAAA-Record.

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